Sächsisch-Tschechische Summerschool 2010 in Cheb

Die Wochen vom 29.08.2010 bis 18.09.2010 verbrachte eine Gruppe Chemnitzer Studenten damit, Land, Leute und natürlich die Sprache Tschechiens kennenzulernen.

Das Programm der dreiwöchigen Summerschool finden Sie hier.

Martin Munke war Teilnehmer der Summerschool. Er berichtet, wie es war:

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wurde im September 2010 die zweite Auflage der STHI-Sommersprachschulen durchgeführt. Eine Gruppe von 15 Chemnitzer Studenten war dazu drei Wochen in Cheb/Eger zu Gast. Neben dem Sprachunterricht wurde erneut ein umfangreiches kulturelles Programm geboten.

Vor dem nachmittäglichen Vergnügen galt es jedoch zunächst, sich im Gebäude der Außenstelle der Westböhmischen Universität Plzeň/Pilsen in Cheb – früher tagte darin die Bezirksparteiorganisation der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) – den Unwägbarkeiten der tschechischen Grammatik zu widmen. Besonders im Fortgeschrittenenkurs sorgten die zahlreichen Ausnahmefälle und Spezialprobleme für rauchende Köpfe. Beim gemeinsamen Singen von tschechischen Volksliedern kam die Freude an der Sprache allerdings schnell wieder zurück. Und die vielen erstaunten und positiven Reaktionen von tschechischen Bürgern bei alltäglichen Kontakten außerhalb des Unterrichts zeigten, dass man sich auch als Anfänger durchaus verständlich machen kann.

Praktische Anwendungsmöglichkeiten gab es genug bei den zahlreichen Ausflügen ins Umland von Cheb. Keineswegs fehlen durften natürlich die Kurorte im böhmischen „Bäderdreieck“:  Karlovy Vary/Karlsbad, Mariánské Lázně/Marienbad und Františkovy Lázně/Franzensbad. Heimlicher Höhepunkt für einige war dabei allerdings eher der Besuch im Becherovka-Museum... Auch in Plzeň wurde ein abwechslungsreicher und interessanter Tag verbracht. Nach so vielen Eindrücken (und Auffrischungsübungen bei den abendlichen Lerngruppen) stellten die abschließenden Prüfungen (fast) kein Problem mehr dar.

Das Wetter spielte nicht immer mit, aber bekanntlich gibt es nur falsche Kleidung, kein schlechtes Wetter.